Region of Manila
Auszüge aus meinem Buch (extract from my book in German)
Kapitel 1 Metro-Manila
In Metro-Manila leben 18 Mio. Menschen auf 680
Quadratkilometer. Die kleinste Einheit ist ein sogenanntes Barangay. Dies
entspricht in unserem System ungefähr einer Gemeinde. In den ganzen Philippinen gibt es über 42‘020
Stück davon.
Manila ist eine sehr lebendige Stadt,
voller Gegensätze. Einerseits sind die Elendsviertel mit den eng ineinander gebauten
Hütten und Wellblechdächern.
Auf der anderen Seite die riesigen Shopping Malls und die hohen Skyscrapers
nach US Vorbild im Geschäfts- und Wohnviertel Makati (siehe Makati). Dieses
Viertel gehört zur gehobensten Klasse in Manila. Die Preise sind hier ganz
allgemein höher. Egal ob
man einkauft, wohnt oder isst.
Überall muss mehr ausgegeben werden.
Allerdings sind die Preise – verglichen mit anderen Metropolen dieser Welt –
immer noch moderat.
Die Kriminalität hält sich in
Grenzen. Es gibt auf der Welt nachgewiesener Massen gefährlichere Städte als in
den Philippinen.
Dies hängt auch mit der strengen,
katholischen Erziehung zusammen, welche immerhin ca. 85% der Filipinos umfasst.
Ganz im Süden der Inseln sind autonome Gebiete
der Moslemischen Bevölkerung. Darunter befinden sich leider auch Extremisten,
welche schon öfters gewalttätig wurden. Bitte reisen
Sie niemals in solche Gebiete, weil
die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann. Dies mussten jüngst sogar
Hilfswerke erfahren.
Abgesehen davon, sind die
Philippinen sehr friedlich.
Zurück zu Manila. Eines ist in Manila ein
Problem: Die Taxis. Viele der Driver
wollen einen Spezialpreis vereinbaren und
das Taxameter ausgeschaltet lassen. Sollte Ihnen dies passieren, verlassen sie
sofort das Taxi und nehmen ein anderes. Merken sie sich die
Fahrzeugnummer und geben sie diese dem nächsten Polizisten oder Security. Der
entsprechende Taxifahrer wird gebüsst werden. Denn diese Praktik ist streng
verboten. Die Philippinischen Behörden versuchen diese Unart mit verschiedenen
Massnahmen einzudämmen. Ganz unterbinden lässt sich dies vermutlich nicht.
Die
Fahrzeiten in Manila sind extrem verschieden und von der Tageszeit abhängig. Zu
den
Rushhours wird um jeden Meter
Strasse gekämpft und jede Fahrt dauert entsprechend lange. So kann z.B. eine
Taxifahrt von Greenhills nach dem Roxas Blvd. an der Manila Bay, rund 2 Stunden
dauern. Um 10.00 Uhr dauert die gleiche Fahrt 20 Minuten. Wichtig ist deshalb,
die Tageszeiten und die Fahrtdauer zu berücksichtigen. Vor allem bei der Fahrt
zum Flughafen sollten sie mindestens eine Stunde Reserve einplanen. Meine Frau
und ich rechnen jeweils 2 Stunden.
Die Armut ist in Manila mit vielen Gesichtern
vertreten. Hunger ist allerdings nicht das grosse Problem. Solange der Reis
günstig bleibt reichen ein paar Pesos für die tägliche Reisration. Allerdings
leben sehr viele Menschen sehr einfach und spartanisch. Viele Kinder leben auf
engstem Raum. Die zu grosse Kinderzahl ist ein Problem in den Philippinen. Die
Familie mit 5 Kindern ist eher die Regel als die Ausnahme. Die Filipinos sind
halt von Natur aus schon sehr kinderliebend.
Mit derart vielen Kindern verläuft jeder
wirtschaftliche Fortschritt sehr zäh. Deshalb sind die Filipinos Weltmeister im
Auswärtsarbeiten. Zahlreiche Filipinos arbeiten in der ganzen Welt. So z.B. in
den arabischen Emiraten, Bahrain, in den USA usw. Die Zuverlässigkeit und die
Genügsamkeit werden überall geschätzt.
Zu Hause werden sie: „Balikbayan“
genannt.
Das offizielle Transportmittel in
Manila und in den ganzen Philippinen ist der Jeepney. Ein Fahrzeug auf der
Basis des US Jeeps aus dem 2. Weltkrieg. Das Chassis wird verlängert, sodass in
Längsrichtung ca. 18 Personen Platz haben. Die Chromstahl Karosse der Jeepneys
wird in den Philippinen selber gebaut. Die Motoren werden aus Japan
angeliefert. Es handelt sich um Dieselaggregate, welche leider über keinen
Feinstaubfilter verfügen. Zusammen mit den Linienbussen, verpesten diese Fahrzeuge
daher überall die Luft und ziehen schwarze Rauchfahnen hinter sich her. Ich
habe zwar den Eindruck, dass sich die Situation seit 2002 leicht gebessert hat.
Intramuros
Bei Intramuros handelt es sich um eine Festungsstadt in der Stadt Manila, welche 1571 vom Spanier
Legaspi gebaut wurde. Zutritt hatten nur die Spanier selber. Die Einheimischen mussten
draussen bleiben. Innerhalb dieser Gebäude steht auch die älteste Kirche der
Philippinen, San Augustin. Auch
zahlreiche alte Gebäude sind gut erhalten und sehenswert. Allerdings deckt der Smog
die Mauern schwarz ein. In Intramuros findet man zahlreiche, weitere Sehenswürdigkeiten:
Fort Santiago: Das Fort Santiago war das erste Bauwerk der spanischen Stadt
nach der Eroberung im Jahre 1571 und
gehörte einst zu den wichtigsten Verteidigungsanlagen von Intramuros. Im
Zweiten Weltkrieg nutzten dann die Japaner das Fort als Hauptquartier für ihre
Militärverwaltung. Während des Krieges töteten sie zahlreiche philippinische
Kriegsgefangene, die in den Folterkammern leiden mussten. Heute findet man in
einem Teil der Ruine ein Freilichttheater. Zudem beherbergt ein restauriertes
Gebäude des Forts das interessante Rizal Museum, welches an den philippinischen
Nationalheld Dr. José Rizal erinnert, der in den Kerkern der Festung
eingesperrt war und wegen einer Rebellion 1896 von den Spaniern hingerichtet
wurde. Im Boden sind Fußspuren erkennbar, welche den letzten Weg des Nationalhelden
Jose Rizal markieren.
Kathedrale von Manila
Die 1581 erbaute Kathedrale wurde mehrere Male
durch Brände, Erdbeben, Taifune und zuletzt im zweiten Weltkrieg zerstört und
wieder aufgebaut. Die Orgel, die zu den größten in Asien gehört, besitzt 4500
Pfeifen und wird regelmässig zu Gottesdiensten gespielt.
Casa Manila
Das renovierte Herrenhaus um einen schönen
Innenhof (span. patio) angeordnet, liegt gegenüber der Kirche San Augustin und bietet
einen guten Einblick in das Leben des
spanischen Adels in Manila im frühen
19. Jh. Die frühen Häuser waren noch gänzlich aus Stein erbaut, aber sie
konnten den Erdbeben nicht standhalte. Daher wurden bei den späteren Bauten nur das Erdgeschoß aus Tuffsteinen
erbaut und das Obergeschoß aus Holz. Durch die Einfahrt erreicht man den Innenhof,
der mit Granitsteinen gepflastert ist, die als Ballast von den chinesischen
Dschunken mitgeführt wurden. Der Brunnen wurde später hinzugefügt, nachdem 1882
Manila mit einer Wasserleitung versorgt worden war. Über die Treppe erreicht
man ein Zwischengeschoss, welches als Warteraum für die Klienten des
Hausherren, einem wohlhabenden Landbesitzer, dient. Dahinter liegt das Büro.
Die weiteren Räume dienten der zahlreichen Verwandtschaft als Aufenthaltsräume
oder für die Siesta zwischen zwei und fünf Uhr nachmittags, da es hier kühler
war. 

Rund um waren Fenster angebracht und wenn die Läden geschlossen waren,
fiel kein direktes Sonnenlicht ein, aber der Wind brachte angenehme
Erfrischung. Es folgt der große Saal mit sehenswerten Möbeln, die Hauskapelle,
der blaue Saal und das Schlafzimmer des
Hausherren. Im Speisezimmer ist eine
Sammlung von Silbergeschirr und Porzellan ausgestellt. Die Küche bietet eine
Vielzahl interessanter Geräte. Bemerkenswert ist, dass alle Tischbeine in
Gefäßen standen, die mit Petroleum gefüllt werden konnten, um das Hochklettern
von Ameisen zu verhindern. Ameisen sind in den Subtropen omnipräsent!
Luftwurzeln im Ocean Parc Manila
Fischtunnel im Ocean Parc Manila





