Mittwoch, 5. Oktober 2011

Region of Manila

Auszüge aus meinem Buch (extract from my book in German)



Kapitel 1 Metro-Manila

In Metro-Manila leben 18 Mio. Menschen auf 680 Quadratkilometer. Die kleinste Einheit ist ein sogenanntes Barangay. Dies entspricht in unserem System ungefähr einer Gemeinde.  In den ganzen Philippinen gibt es über 42‘020 Stück davon.



Manila ist eine sehr lebendige Stadt, voller Gegensätze. Einerseits sind die Elendsviertel mit den eng ineinander gebauten Hütten und Wellblechdächern.
Auf der anderen Seite die riesigen Shopping Malls und die hohen Skyscrapers nach US Vorbild im Geschäfts- und Wohnviertel Makati (siehe Makati). Dieses Viertel gehört zur gehobensten Klasse in Manila. Die Preise sind hier ganz allgemein höher. Egal ob

man einkauft, wohnt oder isst.

Überall muss mehr ausgegeben werden. Allerdings sind die Preise – verglichen mit anderen Metropolen dieser Welt – immer noch moderat.
Die Kriminalität hält sich in Grenzen. Es gibt auf der Welt nachgewiesener Massen gefährlichere Städte als in den Philippinen.


Dies hängt auch mit der strengen, katholischen Erziehung zusammen, welche immerhin ca. 85% der Filipinos umfasst.

Ganz im Süden der Inseln sind autonome Gebiete der Moslemischen Bevölkerung. Darunter befinden sich leider auch Extremisten, welche schon öfters gewalttätig wurden. Bitte reisen
Sie niemals in solche Gebiete, weil die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann. Dies mussten jüngst sogar Hilfswerke erfahren.
Abgesehen davon, sind die Philippinen sehr friedlich.


Zurück zu Manila. Eines ist in Manila ein
Problem: Die Taxis. Viele der Driver wollen einen Spezialpreis vereinbaren und das Taxameter ausgeschaltet lassen. Sollte Ihnen dies passieren, verlassen sie sofort das Taxi und nehmen ein anderes. Merken sie sich die Fahrzeugnummer und geben sie diese dem nächsten Polizisten oder Security. Der entsprechende Taxifahrer wird gebüsst werden. Denn diese Praktik ist streng verboten. Die Philippinischen Behörden versuchen diese Unart mit verschiedenen Massnahmen einzudämmen. Ganz unterbinden lässt sich dies vermutlich nicht.
Die Fahrzeiten in Manila sind extrem verschieden und von der Tageszeit abhängig. Zu den
Rushhours wird um jeden Meter Strasse gekämpft und jede Fahrt dauert entsprechend lange. So kann z.B. eine Taxifahrt von Greenhills nach dem Roxas Blvd. an der Manila Bay, rund 2 Stunden dauern. Um 10.00 Uhr dauert die gleiche Fahrt 20 Minuten. Wichtig ist deshalb, die Tageszeiten und die Fahrtdauer zu berücksichtigen. Vor allem bei der Fahrt zum Flughafen sollten sie mindestens eine Stunde Reserve einplanen. Meine Frau und ich rechnen jeweils 2 Stunden.



Die Armut ist in Manila mit vielen Gesichtern vertreten. Hunger ist allerdings nicht das grosse Problem. Solange der Reis günstig bleibt reichen ein paar Pesos für die tägliche Reisration. Allerdings leben sehr viele Menschen sehr einfach und spartanisch. Viele Kinder leben auf engstem Raum. Die zu grosse Kinderzahl ist ein Problem in den Philippinen. Die Familie mit 5 Kindern ist eher die Regel als die Ausnahme. Die Filipinos sind halt von Natur aus schon sehr kinderliebend.
Mit derart vielen Kindern verläuft jeder wirtschaftliche Fortschritt sehr zäh. Deshalb sind die Filipinos Weltmeister im Auswärtsarbeiten. Zahlreiche Filipinos arbeiten in der ganzen Welt. So z.B. in den arabischen Emiraten, Bahrain, in den USA usw. Die Zuverlässigkeit und die Genügsamkeit werden überall geschätzt.
Zu Hause werden sie: „Balikbayan“ genannt.
 
Das offizielle Transportmittel in Manila und in den ganzen Philippinen ist der Jeepney. Ein Fahrzeug auf der Basis des US Jeeps aus dem 2. Weltkrieg. Das Chassis wird verlängert, sodass in Längsrichtung ca. 18 Personen Platz haben. Die Chromstahl Karosse der Jeepneys wird in den Philippinen selber gebaut. Die Motoren werden aus Japan angeliefert. Es handelt sich um Dieselaggregate, welche leider über keinen Feinstaubfilter verfügen. Zusammen mit den Linienbussen, verpesten diese Fahrzeuge daher überall die Luft und ziehen schwarze Rauchfahnen hinter sich her. Ich habe zwar den Eindruck, dass sich die Situation seit 2002 leicht gebessert hat.

Intramuros

Bei Intramuros handelt es sich um eine Festungsstadt  in der Stadt Manila, welche 1571 vom Spanier Legaspi gebaut wurde. Zutritt hatten nur die Spanier selber. Die Einheimischen mussten draussen bleiben. Innerhalb dieser Gebäude steht auch die älteste Kirche der Philippinen, San Augustin. Auch zahlreiche alte Gebäude sind gut erhalten und sehenswert. Allerdings deckt der Smog die Mauern schwarz ein. In Intramuros findet man zahlreiche, weitere Sehenswürdigkeiten:



Fort Santiago: Das Fort Santiago war das erste Bauwerk der spanischen Stadt


nach der Eroberung im Jahre 1571 und gehörte einst zu den wichtigsten Verteidigungsanlagen von Intramuros. Im Zweiten Weltkrieg nutzten dann die Japaner das Fort als Hauptquartier für ihre Militärverwaltung. Während des Krieges töteten sie zahlreiche philippinische Kriegsgefangene, die in den Folterkammern leiden mussten. Heute findet man in einem Teil der Ruine ein Freilichttheater. Zudem beherbergt ein restauriertes Gebäude des Forts das interessante Rizal Museum, welches an den philippinischen Nationalheld Dr. José Rizal erinnert, der in den Kerkern der Festung eingesperrt war und wegen einer Rebellion 1896 von den Spaniern hingerichtet wurde. Im Boden sind Fußspuren erkennbar, welche den letzten Weg des Nationalhelden Jose Rizal markieren.


















Ein Park in Intramuros

Kathedrale von Manila


Die 1581 erbaute Kathedrale wurde mehrere Male durch Brände, Erdbeben, Taifune und zuletzt im zweiten Weltkrieg zerstört und wieder aufgebaut. Die Orgel, die zu den größten in Asien gehört, besitzt 4500 Pfeifen und wird regelmässig zu Gottesdiensten gespielt.

Casa Manila
Das renovierte Herrenhaus um einen schönen Innenhof (span. patio) angeordnet, liegt gegenüber der Kirche San Augustin und bietet einen guten Einblick in das Leben des

spanischen Adels in Manila im frühen 19. Jh. Die frühen Häuser waren noch gänzlich aus Stein erbaut, aber sie konnten den Erdbeben nicht standhalte. Daher wurden bei den späteren  Bauten nur das Erdgeschoß aus Tuffsteinen erbaut und das Obergeschoß aus Holz. Durch die Einfahrt erreicht man den Innenhof, der mit Granitsteinen gepflastert ist, die als Ballast von den chinesischen Dschunken mitgeführt wurden. Der Brunnen wurde später hinzugefügt, nachdem 1882 Manila mit einer Wasserleitung versorgt worden war. Über die Treppe erreicht man ein Zwischengeschoss, welches als Warteraum für die Klienten des Hausherren, einem wohlhabenden Landbesitzer, dient. Dahinter liegt das Büro. Die weiteren Räume dienten der zahlreichen Verwandtschaft als Aufenthaltsräume oder für die Siesta zwischen zwei und fünf Uhr nachmittags, da es hier kühler war.

Rund um waren Fenster angebracht und wenn die Läden geschlossen waren, fiel kein direktes Sonnenlicht ein, aber der Wind brachte angenehme Erfrischung. Es folgt der große Saal mit sehenswerten Möbeln, die Hauskapelle, der blaue Saal und das Schlafzimmer des


Hausherren. Im Speisezimmer ist eine Sammlung von Silbergeschirr und Porzellan ausgestellt. Die Küche bietet eine Vielzahl interessanter Geräte. Bemerkenswert ist, dass alle Tischbeine in Gefäßen standen, die mit Petroleum gefüllt werden konnten, um das Hochklettern von Ameisen zu verhindern. Ameisen sind in den Subtropen omnipräsent!


Luftwurzeln im Ocean Parc Manila


    

Fischtunnel im Ocean Parc Manila




Armut 

Auch das ist Manila: Behausungen auf engstem Raum direkt neben Appartement Hochhäusern. Diese Hütten waren vor rund 30 Jahren mit grünen Flächen umgeben und dies sind noch lange nicht die schlimmsten...


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